Die Datenwirtschaft #3: Visualize it!

Ausgabe 3 - Visualize it!

Willkommen

In der dritten Ausgabe gehe ich auf das Thema Datenvisualisierung ein. Ein Gebiet, das sehr wichtig ist, um die gewonnen Erkenntnisse aus den Daten dem Nutzer verständlich zu übermitteln. Das ist nicht immer einfach. Und es ist nicht immer so langweilig, wie man im ersten Moment denken könnte!

Viel Spaß beim Lesen!

Daten? Zeig her!

Machen wir uns nichts vor, heutzutage ertrinken wir in Daten. Es wird gesammelt, was das Zeug hält. Aus den Daten werden Erkenntnisse gewonnen, die anschließend in einer möglichst einfachen Form mitgeteilt werden sollen. Und genau diese Darstellung als Diagramme, einer Story oder in einer Infografik ist nicht einfach.

Alle, die sich damit beschäftigen möchten, finden bei Nadieh Bremer eine schöne Sammlung zum Erlernen von Datenvisualisierung. Dass Datenvisualisierung nicht spröde sein muss, zeigt sie mit ihrem Shop, in dem man „high quality (giclée) data visualization prints and pen plotter prints“ kaufen kann. Tolle Idee, wie ich finde.

Wie wichtig eine gute Darstellung von Informationen und Daten ist, zeigt das Beispiel von Nikki Sylianteng. Sie hat die Beschilderung von Parkzonen in Los Angeles neu gedacht. Wie übersichtlich das werden kann, wenn man sich mit den „Daten“ beschäftigt: Gleiche Ausgangsdaten, aber eine für alle verständliche Darstellung. Darauf kommt es am Ende an. Vor dieser Herausforderung stehen viele Datenanalysten. Gute Dashboards mit den Kennzahlen zu erschaffen ist nicht einfach.

Worauf bei Dashboards im B2B-Umfeld zu achten ist, beschreibt Rasmus Bøgelund Christiansen in einem wunderbar unaufgeregtem Artikel. Sein Ansatz, die drei Fragen

  1. Who is the reader?

  2. What are we communicating?

  3. How are we communicating this?

zu beantworten hilft, sich auf das Wesentliche zu beschränken: dem Nutzer!

Die Visualisierung der Bevölkerungsdichte hat Alasdair Rae mal anders genähert. Sein Ansatz ist wunderschön (visuell), schnell verständlich und erlaubt Einblicke, die man aus einem Balkendiagramm oder ähnlichem niemals erkennen kann. Bonus: Würde ich mir sogar ins Wohnzimmer hängen.

Mehr tolle Renderings zeigt er in einem Twitter Thread.

Und wie man nicht visualisiert, zeigt ein Diagramm, das irgendwas mit Corona zu tun haben soll. Ich selbst habe es bis jetzt noch nicht verstanden. Und schön ist es auch nicht. Ich bleibe ratlos zurück.

Die freundliche KI

Eine nicht mehr ganz so neue Erkenntnis ist, dass keine ethisch korrekt handelnde KIs existieren. Dem Algorithmus ist Ethik ziemlich egal. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, wo die KI zwischen Hype und Realität steht, kann sich den Vortrag von Florian Gallwitz anschauen. Sehr sehenswert.

Links gegen die Langeweile

In einer Pandemie verhalten sich Menschen irrational. Genau das bringt einige Algorithmen aus dem Tritt.

The Art of Thinking Like a Data Scientist: The Movie. Aber Vorsicht! Ist kein Film. Nur ein fiktives Skript, das eine Datenchallenge mit einer Story lösen soll.

Wer einen Job im Bereich Datenvisualisierung sucht, kann hier schauen.

Eine Hörempfehlung zum Ende dieser Ausgabe:
Ein wundervolles Podcast-Interview mit Shirley Wu hat Data Viz Today mit Folge 54 am Start. Shirley Wu hat mit People of the Pandemic bewiesen, dass Daten Visualisierung auch mittels eines Spieles erfolgen kann.

Damit haben wir wieder das Ende der dieser Ausgabe erreicht! Ich freue mich über Verbesserungsvorschläge und Tipps für Themen, Links oder Meinungen. Gerne per Mail an hallo@datenwirtschaft.online oder einfach per Twitter an mich senden.

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