Ausgabe 11 - es existiert noch

Der Newsletter? Oder das Virus? Beides! Aus Gründen mit einem Fokus auf Corona.

Ausgabe 11 - nach 4 Monaten wieder ein Lebenszeichen. Wir stecken weiterhin – oder vielmehr tiefer denn je – in der Corona-Pandemie. Vor fast einem Jahr war die Pandemie der Auslöser für meinen Newsletter. Aus diesem Grund widme ich mich in der elften Ausgabe einmal mehr um Daten, Visualisierungen und Themen rund um Corona.

Bleibt gesund und habt Spaß beim Lesen.


In eigener Sache

Ich habe den Newsletter zu Substack umgezogen, da es für mich einfacher und unkomplizierter ist, als mit Mailchimp. Mailchimp ist für die Intention meines Newsletters einfach zu komplex und marketing-lastig. 

Die Vorteile von Substack für mich sind: 

Die Möglichkeiten zur Monetarisierung sind für die Datenwirtschaft unerheblich und werden nicht genutzt. Alles ist und bleibt kostenfrei. Für Abonnenten des Newsletters ändert sich somit nichts. 

Ich bin gespannt, ob das auch alles im längeren Test erfüllt wird. 


Impfdashboard

Das Thema Impfen steht derzeit weltweit im Fokus. Vor allem in Deutschland gibt es abweichende Meinungen, wie gut oder schlecht die Kampagne läuft. Doch wie geht es tatsächlich voran mit den Impfungen in Deutschland? Diese Frage beantwortet das Impfdashboard. Zusammen mit dem RKI und dem Bundesministerium für Gesundheit, wurde von Studio NAND und Truth & Beauty ein Dashboard entwickelt und der Weg dorthin von Moritz Stefaner beschrieben. Wer also Fragen zur aktuellen Corona-Impfstatistik hat, sollte dieses Dashboard als erste Anlaufstelle nutzen. 


Bleib’ dir treu!

Wer sich mit tagesaktuellen Zahlen des RKI zur Corona-Pandemie beschäftigt, stellt schnell fest: Das Institut hat ein Faible für PDFs und Excel. Persönlich habe ich die wöchentliche Statistik zur Inzidenz der Orte in meinem Landkreis gesammelt. Bereitgestellt werden die Daten letztlich vom Landkreis als PDF, dessen Struktur sich immer wieder ändert. Das Extrahieren einer Tabelle mittels eines Python-Skripts klappt soweit gut. Doch leider ist die Struktur immer mal irgendwie anders. Ständig ist man dabei, das Skript anzupassen. Für mich als Privatperson ist das nur ärgerlich und ich habe einfach aufgehört zu sammeln. 

Ganz anders ist das bei Datenjournalisten, deren Berichterstattung auf den offiziellen Daten des RKI basiert. Berechtigterweise wird sich öffentlich über diesen Zustand empört. Es wäre ein Leichtes, die Daten als CSV oder in einem Open Data Hub zu veröffentlichen. Allem Anschein nach fehlt es dem RKI gerade an dieser Stelle an Personal. Dennoch wird damit eine vernünftige Versorgung der Öffentlichkeit mit Daten erschwert. Das muss 2021 nicht mehr sein.


Farbe ist doch egal, oder?

Vor allem bei der Berichterstattung hat man es in einer lange andauernden und unberechenbaren Pandemie nicht immer leicht. Diese Erfahrung musste die ARD kürzlich machen. Man hat ihnen vorgeworfen, die Farbskala der 7-Tage-Inzidenz plötzlich dramatischer zu gestalten. Wo vorher Orange dominieren, wurde es dunkelrot. Schnell wird von Manipulation und Irreführung geredet, Mistgabeln standen bereit. Hierzu setze ich keine Links, da diese alle einen braunen Farbstich haben. 

Die ARD hat eine einfache Erklärung dafür. Ich hoffe sie haben daraus gelernt und machen es das nächste Mal besser.

Das Beispiel zeigt, wie sensibel die Farbwahl bei der Datenvisualisierung ist. Eine Visualisierung hat plötzlich eine ganz andere Wirkung, obwohl die Zahlen gleich sind und eine vermeintlich erklärende Legende dabei ist. Wie man eine gute Farbpalette für seine Visualisierung findet, beschreibt die vierteilige Artikelserie auf dem Datawrapper Blog.

Dass dieses Phänomen noch populistischer genutzt werden kann, zeigt die Zeitung mit den vier weißen Buchstaben auf rotem Hintergrund.

Und wenn man gar nicht mehr weiterweiß (oder überhaupt nichts weiß?), nennt man die Manipulation einfach Korrelation. Dazu fällt einem wirklich gar nichts mehr ein.


Auch Excel kann schön

Zum Abschluss was ganz anderes! Denkt man an Visualisierungen mit Excel, sehen viele unübersichtliche Diagramme, schlimmstenfalls in 3D vor sich. Mit überschaubarem Aufwand kann man aber auch schöne Diagramme mit Excel erstellen und wiederverwendbar speichern. Genau das habe ich in meinem neusten Artikel aufgeschrieben und hoffe so auf mehr Visualisierungen, die lesbar, interpretierbar und vor allem auch schön anzuschauen sind.